Meine eigene Geschichte

Du bist das, was Du zu sein glaubst.
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(Paulo Coelho)
Meine bisherige Reise
​Dass ich für meine Geschichte irgendwann Dankbarkeit empfinde, war lange unvorstellbar für mich. Denn große Teile meiner bisherigen Lebensjahre wurden von gesundheitlichen Problemen, Ängsten, Selbstzweifeln und ungesunden Denk- und Handlungsmustern bestimmt. Die Kombination mit familiären Schicksalsschlägen hatte irgendwann dazu geführt, dass ich mich vollständig von mir selbst entfernt hatte und nur noch passiv auf das Leben reagierte.
Heute weiß ich, wie wertvoll mein bisheriger Weg für mich ist, weil ich dadurch die Möglichkeit habe, bei dem was mir am Herzen liegt vollkommen authentisch zu sein: die Begleitung anderer Menschen zu ihrer inneren Wahrheit und in die Eigenverantwortung.
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Da Mental & Health auf meiner persönlichen Geschichte basiert, möchte ich diese ganz offen und auch sehr ausführlich teilen. Sie soll Mut machen und zeigen, dass auch unter erschwerten Bedingungen – und manchmal gerade erst dann – Wachstum, Transformation und Heilung möglich ist.
​​Meine Geschichte ist ein Teil von mir – aber ich BIN NICHT meine Geschichte!
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ES HATTE SICH SCHON LANGE ANGEDEUTET
Dass mein System nicht im Gleichgewicht ist, hat mir mein Körper sehr früh signalisiert. Dauerkopfschmerz, Muskelverspannungen, Schwermetallbelastung und gutartige Knoten – da war ich noch nicht einmal 17 Jahre alt. Nach dem Pfeifferschen Drüsenfieber folgten Unverträglichkeiten, chronische Sinusitis, Tinnitus und Infektanfälligkeit. Schmerzmittel, Antibiotika und Cortison zählten bis Mitte 20 zu meinen treuen Begleitern und auch operative Eingriffe waren erforderlich.
Über die Jahre wurden die Symptome, Krankheitsbilder und Diagnosen immer umfangreicher: Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto, Rheuma und Gastritis, Gehirnnebel, Muskelschwäche, Nährstoffmangel, Gewichtsabnahme, Migräne, Endometriose, Hormonmangel, Nebennierenerschöpfung, jahrelange Schlaflosigkeit und Erschöpfungszustände. Ein über Jahre andauernder Ärztemarathon begann. Unzählige Therapien und Behandlungen erzielten wenn überhaupt nur kurzzeitige Besserung - danach war Stillstand oder Rückschritt angesagt. Das galt auch für sämtliche alternative Therapieansätze. Jeder Tag war beschwerlich und Lebensqualität über viele Jahre nicht vorhanden. Auch längere Arbeitsunfähigkeiten waren immer wieder erforderlich, weil wirklich gar nichts mehr ging. Jahr um Jahr verging und meine Verzweiflung wuchs ins Unermessliche. Wie es wirklich in mir aussah, wussten aber nur sehr wenige, denn nach Außen war ich darauf bedacht, mein Poker-Face aufrecht zu erhalten – auch wenn es mich meine letzte Kraft kostete. Gefühlt war es kein Leben, sondern ein Über-Leben.
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MEINE EIGENE SUCHE NACH DER NADEL IM HEUHAUFEN - ABER WISSEN IST KEINE MACHT
Nachdem ich mich jahrelang drauf verlassen hatte, Hilfe bei anderen Menschen zu finden, machte ich mich irgendwann selbst auf die Suche. Ich nutzte jede freie Minute dafür um Bücher zu lesen, an Onlinekongressen teilzunehmen, Seminare zu besuchen, Coachings zu absolvieren und Podcasts & Vorträge zu hören. Mein theoretisches Wissen wurde immer größer und dennoch änderte sich rein gar nichts. Ich steckte fest und hatte das Gefühl dazu verdammt zu sein, anderen beim Leben zuzuschauen. Ich fühlte mich von meinem Körper im Stich gelassen und hasste ihn dafür. Die Kraftanstrengungen des ewigen Suchens und die Enttäuschung ständiger Misserfolge ließen mich nur noch verzweifelter und verbissener nach Lösungen zu suchen. Die Suche dominierte mein Leben – und dominierte mich.
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ALLES GEHÖRT ZUSAMMEN - KÖRPER, GEIST UND SEELE
Während meinen jahrelangen eigenen Nachforschungen beschäftigte ich mich intensiv mit den Themen Mindset & Bewusstsein, Körperarbeit sowie dem Zusammenhang zwischen Körper, Geist und Seele. Des Weiteren zogen mich Epigenetik (der Einfluss des Lebensstils und der Umwelt auf die Genaktivität) und die Auswirkungen von Trauma in ihren Bann. In dieser Zeit absolvierte ich die Ausbildung zum Mentalcoach und öffnete mich auch immer mehr für energetische Arbeit und die spirituelle Welt.
Zum ersten Mal spürte ich, der wahren Ursache meiner Probleme auf der Spur zu sein. Dass bislang keine Behandlungsmethode anschlug, musste schließlich einen tieferliegenden Grund haben. Ich war überzeugt, dass sich mein System bislang selbst blockiert und sabotiert hatte und wusste nun auch warum: ich hatte den Fokus bislang immer nur auf Körper, Geist ODER Seele gelegt – und nicht auf Körper, Geist UND Seele.
Das sollte sich nun ändern und ich fühlte mich bereit wie nie, meine „Schattenthemen“ zu bearbeiten und damit in die Eigenverantwortung zu kommen. Vor allen Dingen war ich bereit zu fühlen – und damit auch zu heilen! Ich kombinierte eine Nährstofftherapie mit einer auf die Nervensystemregulation ausgerichteten Körpertherapie, intensiver Bewusstseinsarbeit sowie Energieheilung. Und dann war es wie beim Domino – wenn ein Stein fällt, kommt alles in Bewegung.
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DIE PUZZLETEILE SETZTEN SICH ZUSAMMEN - KLARHEIT AUF ALLEN EBENEN
Was durch diese ganzheitliche Herangehensweise körperlich, mental und seelisch ins Rollen kam, war immens. Ich war an einem Punk angelangt, an dem ich nicht mehr zurück konnte - und auch nicht wollte. Das Zitat von Laotse "Wenn ich loslasse was ich bin, werde ich was ich sein könnte" wurde zu meinem Leitspruch. Erkenntnisse, Emotionen und Erinnerungen bahnten sich ihren Weg ins Bewusstsein. Diese Begegnung mit mir selbst war steinig, herausfordernd und emotional! Und er erforderte Mut, Willensstärke und absolute Ehrlichkeit mir selbst gegenüber. Auch einige längst überfällige Entscheidungen waren zu treffen. Aber erstmalig überhaupt zeigten sich deutliche und nachhaltige Erfolge! Und das fertige Puzzle war für meine „(Leidens)Geschichte“ Erklärung genug:​​
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Fehlendes Urvertrauen:
Ich durfte aufarbeiten, dass meinem mangelnden Vertrauen in das Leben ein Bindungstrauma zugrunde lag. Denn als ich 1 Jahr alt war, war ich fast 9 Monate von meiner Mutter und meinen engsten Bezugspersonen getrennt. Was ein solches Erlebnis innerhalb der ersten drei Lebensjahren für Folgen für die Entwicklung des Nervensystems hat, war mir bis dato nicht bewusst. Nun konnte ich meine Glaubenssätze auf mich allein gestellt zu sein und mich nicht auf andere verlassen zu können neu bewerten und transformieren.
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Erlebtes Trauma als Blockade der Weiblichkeit & Lebendigkeit:
Als ich mich vorbehaltslos meinen verdrängten Emotionen öffnete, verschaffte sich nach drei Jahrzehnten die Erinnerung an körperliche Übergriffe als kleines Mädchen Zutritt zu meinem Bewusstsein. Das war der absolut entscheidende Wendepunkt in meinem Leben. Zum einen für mich als Frau, da ich bis Mitte 30 meine Weiblichkeit überhaupt nicht annehmen und leben konnte. Zum anderen aber auch in Bezug darauf, das Leben zulassen und Kontrolle abgeben zu können. Denn mein Nervensystem hatte mit diesem Ereignis verlernt, sich selbst zu regulieren und war in einem andauernden Flucht- und Kampfmodus geblieben. Dies hatte sich dadurch geäußert, dass ich unterschwellig ständig in Angst vor potenziellen "Gefahren" des Lebens lebte und mich hilflos ausgeliefert fühlte.
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Körper als Sprachrohr der Seele:
Ich hatte meinen Körper als Feind gesehen, ohne die dahinter verborgenen Botschaften meiner Seele zu erkennen. So steht die Schilddrüse beispielsweise für nicht gelebte Authentizität, Verdauungsprobleme sind Zeichen unverdauter und unterdrückter Emotionen, Entgiftungsstörungen entstehen als Folge des Nicht-Loslassen-Könnens, Schlaflosigkeit drückt die Angst vor Kontrollverlust aus und (Nebennieren-)Erschöpfung spiegelt den andauernden Überlebensmodus des Nervensystems wieder.
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Mangelnde Eigenverantwortung:
Unbewusst hatte ich mich jahrelang in die Opferrolle begeben und mich vor der Verantwortung für mein eigenes Leben versteckt. Ich scheute sowohl Entscheidungen als auch Veränderung und wusste immer zu erklären, warum sich Dinge bei mir nicht zu meinem Besten wenden konnten. Paradoxerweise beklagte ich mich dann jedoch darüber, mich im Kreis zu drehen.
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Keine Verbindung zu mir und meinen Emotionen:
Aufgrund vergangener Erlebnisse hatte ich mich von meinen Emotionen abgekoppelt – ein unbewusster Selbstschutz! Entsprechend konnte ich meine Bedürfnisse auch nicht spüren und redete über mich wie über eine Fremde – zum Teil sogar in der Dritten Person („man“ statt „ich“). Die Verbindung konnte erst über Körperarbeit und das Wahrnehmen, Fühlen und Integrieren von Emotionen wiederhergestellt werden.
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Geringer Selbstwert und fehlende Selbstliebe:
Ich reflektierte, dass ich über all die Jahre sehr streng mit mir selbst war und keinerlei Selbstliebe für mich fühlte. Ich war selbstkritisch, perfektionistisch, gestattete mir keine Fehler und schon gar keine Pausen. Wertschätzung und Anerkennung suchte ich ausschließlich im Außen, weil ich für mich selbst nicht erkannte, dass ich wertvoll bin.
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Nicht im Moment und Angst vor Hingabe:
Aufgrund meines jahrzehntelang dysregulierten Nervensystems hatte ich stets versucht, das Leben zu kontrollieren und zu planen, um damit ungewollte Emotionen oder Überraschungen zu vermeiden. Das führte jedoch logischerweise zu einem noch größeren Stressfaktor und dazu, dass ich entweder in der Vergangenheit festhing oder bereits weit voraus in der Zukunft unterwegs war. Das Jetzt war nahezu nicht präsent.
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Identifikation mit Krankheit als Wegbegleiter:
Im Laufe meiner andauernden Krankheitsgeschichte hatte ich mich schleichend mit meinen Symptomen und Diagnosen identifiziert und die Suche nach Heilung regelrecht zu meiner Lebensaufgabe gemacht. Ich richtete meine Aufmerksamkeit nahezu ausschließlich auf die Krankheit und ließ sie damit energetisch immer stärker werden, bis sie mich schließlich nahezu für sich eingenommen hatte.
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Selbsterfüllende Prophezeiung:
Mein Verstand tat lange Zeit sein Übriges, um mich in dem Hamsterrad, das zu seiner Komfortzone geworden war, zu belassen. Negative Glaubenssätze wie „Ich bin dazu verdammt, anderen beim Leben zuzusehen", "Ich bin es wohl nicht wert gesund zu sein" und "Was bin ich überhaupt ohne meine Krankheit“ prägten meinen Alltag. Obwohl ich Heilung so sehr wollte, konnten sich Anteile in mir nicht darauf einlassen. Mein Unter-bewusstsein wollte mich damit schützen – arbeitete aber letztlich natürlich gegen mich.
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Natürlich ist der Weg noch nicht zu Ende. Denn Veränderung, Transformation und Heilung ist ein Prozess. Sowohl mein Körper als auch meine Seele brauchen nach all den Jahren noch Zeit um weiter zu heilen. Und auch mein Verstand kommt in schwierigen Situationen immer wieder in Versuchung, in frühere Gedanken- und Verhaltensmuster zurückzufallen. Aber ich stehe wieder mitten im Leben und mein System zeigt mir jeden Tag aufs Neue, dass noch so viel mehr möglich ist!
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HEUTE - IM HIER UND JETZT
Ich bin stolz darauf zu sein, wer ich bin, übernehme die volle Verantwortung für mich und mein Leben und bin (wieder) in der Schöpferrolle. Ich nehme meine Bedürfnisse wahr und ernst und erkenne mein Potenzial und meine Größe. Und ich folge mit Mental & Health dem Ruf meines Herzens!
Meine Seele weiß, was gut für mich ist. Mein Körper ebenso. Ich habe mittlerweile eine gute Anbindung an meine Intuition und achte darauf, wie und mit was ich in Resonanz gehe. Entscheidungen treffe ich meist nicht mehr auf der rationalen Ebene, sondern gehe ins Fühlen. Und ich nehme mir Menschen zum Vorbild, die den Weg den ich für mich selbst gehe schon gegangen sind: Den Weg der (ur-)eigenen Weisheit. Und der eignen Werte. Ein Weg voller Hingabe für das Leben. In allen Farben, Qualitäten und Facetten. Nicht entweder oder – sondern sowohl als auch.
Ich weiß jetzt: Es geht nicht darum, etwas zu haben oder zu werden. Es geht darum ZU SEIN! Ich selbst zu sein. Achtsam zu sein. Bewusst zu sein. Authentisch zu sein. Verbunden zu sein. Und im Herzen Zuhause zu sein!​
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