Meine eigene Geschichte

Du bist das, was Du zu sein glaubst.
(Paulo Coelho)
Meine bisherige Reise
Dass ich für meine Geschichte irgendwann Dankbarkeit empfinde, war lange unvorstellbar für mich. Denn große Teile meiner bisherigen Lebensjahre wurden von gesundheitlichen Problemen, Ängsten, Selbstzweifeln und ungesunden Denk- und Handlungsmustern bestimmt. Die Kombination mit familiären Schicksalsschlägen hatte irgendwann dazu geführt, dass ich mich vollständig von mir selbst entfernt und in eine Opferrolle begeben hatte. Heute weiß ich, wie wertvoll mein bisheriger Weg für mich ist, weil ich dadurch die Möglichkeit habe, bei dem was mir am Herzen liegt vollkommen authentisch zu sein: die Begleitung anderer Menschen zurück in die Verbindung zu sich selbst und in ihre Eigenverantwortung.
Ich möchte meinen bisherigen Weg offen und auch etwas ausführlicher mit Dir teilen. Er soll Mut machen und zeigen, dass auch unter erschwerten Bedingungen – und manchmal gerade erst dann – Wachstum und Transformation möglich ist.
Meine Geschichte ist ein Teil von mir – aber ich BIN NICHT meine Geschichte!
ES HATTE SICH LANGE ANGEDEUTET
Schon früh zeigte mir mein Körper, dass etwas aus dem Gleichgewicht geraten war. Bereits als Teenager litt ich unter ständigen Kopfschmerzen, Verspannungen und Tinnitus. Nach dem Pfeifferschen Drüsenfieber kamen Unverträglichkeiten, chronische Sinusitis und Infektanfälligkeit hinzu. Schmerzmittel, Antibiotika und Cortison gehörten bis Mitte 20 zu treuen Begleitern. Über die Jahre wurden die Symptome, Krankheitsbilder und Diagnosen immer umfangreicher: Mehrere Autoimmunerkrankungen, Gehirnnebel, Muskelschwäche, Hormon- und Nährstoffmangel, Gewichtsabnahme, Migräne, jahrelange Schlaflosigkeit und Nebennierenerschöpfung. Ein über Jahre andauernder Ärztemarathon begann. Unzählige Behandlungen erzielten wenn überhaupt nur kurzzeitige Besserung - danach war Stillstand oder Rückschritt angesagt. Das galt auch für sämtliche alternative Therapieansätze. Jeder Tag war beschwerlich und Lebensqualität über viele Jahre nicht vorhanden. Auch längere Arbeitsunfähigkeiten waren nötig, weil wirklich gar nichts mehr ging. Jahr um Jahr verging und meine Verzweiflung wuchs ins Unermessliche. Wie es wirklich in mir aussah, wussten nur sehr wenige, denn nach Außen war ich darauf bedacht, mein Poker-Face aufrecht zu erhalten – auch wenn es mich meine letzte Kraft kostete. Gefühlt war es kein Leben, sondern ein Überleben.
MEINE EIGENE SUCHE NACH DER NADEL IM HEUHAUFEN - ABER WISSEN IST KEINE MACHT
Nachdem ich jahrelang drauf vertraut hatte, Hilfe bei anderen Menschen zu finden, machte ich mich irgendwann selbst auf die Suche. Ich nutzte jede freie Minute um Bücher zu lesen, an Onlinekongressen teilzunehmen, Seminare zu besuchen, Coachings zu absolvieren und Podcasts & Vorträge zu hören. Mein theoretisches Wissen wurde immer größer und dennoch änderte sich nichts. Ich fühlte mich von meinem Körper im Stich gelassen und hasste ihn dafür. Die Kraftanstrengungen des ewigen Suchens und die Enttäuschung ständiger Misserfolge ließen mich nur noch verzweifelter und verbissener werden. Die Suche dominierte mein Leben – und irgendwann auch mich.
ALLES GEHÖRT ZUSAMMEN - KÖRPER, GEIST UND SEELE
Während meinen Nachforschungen beschäftigte ich mich intensiv mit den Themen Mindset & Bewusstsein, Körperarbeit und dem Zusammenhang von Körper, Geist und Seele. Auch Epigenetik und die Auswirkungen von Trauma zogen mich in ihren Bann. In dieser Zeit absolvierte ich die Ausbildung zum Mentalcoach und öffnete mich auch immer mehr für die energetische Arbeit. Dass bislang keine Behandlung wirklich anschlug, musste einen tieferliegenden Grund haben. Ich war überzeugt, dass mein System sich selbst blockierte - weil ich Körper, Geist und Seele nie als Einheit betrachtet hatte, sondern als "entweder oder". Das sollte sich nun ändern. Ich war bereit, meine „Schattenthemen“ zu bearbeiten und die volle Verantwortung für mein leben zu übernehmen. Und vor allen Dingen war ich bereit zu fühlen! Und dann war es wie beim Domino – fällt ein Stein, kommt alles in Bewegung.
DIE PUZZLETEILE SETZTEN SICH ZUSAMMEN - KLARHEIT AUF ALLEN EBENEN
Was durch die ganzheitliche Herangehensweise mit Körperarbeit, Bewusstseinsarbeit und energetischer Arbeit ins Rollen kam, war immens. Ich war an einem Punkt angelangt, an dem ich nicht mehr zurück konnte - und auch nicht wollte. Das Zitat von Laotse "Wenn ich loslasse was ich bin, werde ich was ich sein könnte" wurde zu meinem Leitspruch. Erkenntnisse, Emotionen und Erinnerungen bahnten sich ihren Weg ins Bewusstsein und ich ging in die Beobachtung, Erkenntnis, Akzeptanz und Erlaubnis. Die Begegnung mit mir selbst war steinig, herausfordernd und emotional! Sie erforderte Mut, ehrliche Selbstreflektion und einige längst überfällige Entscheidungen. Aber erstmalig überhaupt zeigten sich nachhaltige Erfolge! Und die Puzzleteile fügten sich zu einem Gesamtbild zusammen...
Fehlendes Urvertrauen:
Ich durfte lernen, dass meinem mangelnden Vertrauen in das Leben ein Bindungsabriss zugrunde lag. Im alter von einem Jahr war ich fast 8 Monate von meiner Mutter und meinen engsten Bezugspersonen getrennt. Ein Alter, in dem Bindung und Sicherheit komplett über die Nähe zu diesen Personen entstehen und das die weitere Entwicklung des Nervensystems nachhaltig prägt. Meine Verlustängste und den Glaubenssatz auf mich allein gestellt zu sein konnte durch diese Erkenntnis neu bewerten und transformieren.
Erlebtes Trauma als Blockade der Weiblichkeit & der Regulation des Nervensystems:
Als ich mich vorbehaltslos meinen verdrängten Emotionen öffnete, verschaffte sich nach drei Jahrzehnten die Erinnerung an körperliche Übergriffe als kleines Mädchen Zutritt zu meinem Bewusstsein - ein entscheidender Wendepunkt in meinem Leben. Einerseits in Bezug auf meine Weiblichkeit, die ich bis Mitte 30 nicht annehmen oder leben konnte, andererseits im Umgang mit dem Leben selbst. Denn mein Nervensystem war durch dieses Ereignis in einem anhaltenden Flucht- und Kampfmodus steckengeblieben, wodurch ich unterschwellig ständig in Angst vor möglichen „Gefahren“ lebte und mich hilflos ausgeliefert fühlte.
Keine Verbindung zu mir, meinem Körper und meinen Emotionen:
Durch meine Erlebnisse hatte ich mich vollständig von meinen Gefühlen abgekoppelt – ein unbewusster Selbstschutz. Meine Bedürfnisse konnte ich dadurch kaum noch spüren und habe sogar in der dritten Person über mich gesprochen. Auch zu meinem Körper hatte ich lange keine Verbindung und habe ihn eher als Feind gesehen - ohne zu verstehen, was die Botschaften hinter meinen Symptomen zu erkennen. Durch Körperarbeit und indem ich angefangen habe, meine Emotionen bewusst wahrzunehmen, zu fühlen und zu integrieren – und das mit ganz viel Übung – kam die Verbindung zu mir selbst und meinem Körper langsam wieder zurück.
Identifikation mit Krankheit als Wegbegleiter & fehlende Selbstliebe:
Im Laufe der Jahre hatte ich mich schleichend mit meinen Symptomen und Diagnosen identifiziert und die Suche nach Heilung regelrecht zu meiner Lebensaufgabe gemacht. Je schlechter es mir ging, desto kritischer, liebloser und abwertender war ich mir selbst gegenüber. Ich richtete meine volle Aufmerksamkeit auf "die Krankheit" und ließ sie damit energetisch immer stärker werden, bis sie mich fast vollständig für sich eingenommen hatte. Zu erkennen, dass ich Erfahrungen, Gedanken und Emotionen wahrnehmen kann, ohne mich über sie zu definieren, hat vieles für mich verändert und ich lernte, Erlebtes nicht nur zu denken, sondern auf allen Ebenen - Körper, Geist und Seele - bewusst zu fühlen und zu verkörpern.
Selbsterfüllende Prophezeiung:
Mein Verstand hielt mich lange in diesem ganzen Hamsterrad fest - es war seine Komfortzone geworden. Glaubenssätze wie „Ich bin es nicht wert, gesund zu sein“ haben diese Realität am Leben gehalten - denn das Unterbewusstsein macht keinen Unterschied zwischen Gedanken und Realität. Diesen Kreislauf konnte ich durch Mentalcoaching und einem gesundes Mindset sprengen.
HEUTE - IM HIER UND JETZT
Natürlich ist der Weg noch nicht zu Ende. Mein Körper und meine Seele brauchen nach all den Jahren noch Zeit, um zu integrieren. Aber ich stehe wieder mitten im Leben, und jeder neue Tag zeigt mir, dass noch so viel mehr möglich ist! Dafür bin ich dankbar und übernehme die Verantwortung für mich und meine Bedürfnisse. Meine Seele weiß, was gut für mich ist und mein Körper ebenso. Ich bin stolz darauf, wer ich bin, habe mittlerweile eine gute Anbindung an meine Intuition und achte darauf, wie und mit was ich in Resonanz gehe. Entscheidungen treffe ich nicht mehr auf der rationalen Ebene, sondern gehe ins Fühlen. Denn ich habe für mich erkannt: Es geht nicht darum, etwas zu haben oder zu werden. Es geht darum ZU SEIN! Achtsam und bewusst zu sein. Authentisch und verbunden zu sein. Und im Herzen Zuhause zu sein!